Dieser Blog soll interessierte Landwirte, Siebener und Kommunalpolitiker über die rechtlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Siebener aufklären. Kritik, Wünsche und Anregungen per Email an MuellerR11@aol.com. Tel. 09841/64946 Achtung, ab sofort auch politischer Blog: www.windsa.net
Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche (Gustav Mahler, 1860 bis 1911)
Nur Feuer kann immer wieder auf einen neuen Brennstoff überspringen, die Asche ist tot. Traditionen sollten sich immer wieder der aktuellen Situation anpassen können, sie sind nur die Wurzel für die tatsächliche Entwicklung. Ich verstehe unter dem Bewahren von Traditionen nicht, die Rituale 1 : 1 zu übernehmen, sondern den Grundgedanken weiterzuvermitteln.
Man kann das auch anders ausdrücken: Solange Traditionen ein Quell sind, aus dem man schöpfen kann, was man braucht, sind sie gut.
Wenn sie aber zu einer Zwangsjacke werden oder einer Mauer, die davon abhält, Neues aufzunehmen und Eigenes zu entwickeln, dann sind sie erstickender Ascheregen.
Mir persönlich kommt es oft so vor, als wäre die Überlieferung bzw. Weitergabe einer Tradition innerhalb einer Gesellschaft, vorrangig in Deutschland bzw. unseren Kulturkreisen, nur eine Weitergabe der benannten "Asche", weil viel zu oft nicht mehr über den Sinn der Tradition nachgedacht wird, sondern sie einfach nur blindlinks übernommen wird. Das führt oftmals dazu, dass Generationen gar nicht wissen, warum sie jenes oder dieses machen, geschweige denn dass sie sich überhaupt darüber Gedanken machen.