Dieser Blog soll interessierte Landwirte, Siebener und Kommunalpolitiker über die rechtlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Siebener aufklären. Kritik, Wünsche und Anregungen per Email an MuellerR11@aol.com. Tel. 09841/64946 Achtung, ab sofort auch politischer Blog: www.windsa.net
Landwirt erhält Siebenergebühren zurück.
Wie berichtet, wurde in Ippesheim einem Landwirt das Konto gepfändet, um Gebühren für das aufdecken von Grenzsteinen einzutreiben. Obwohl es der Landwirt versäumt hatte, rechtzeitig Widerspruch einzulegen, hatte der eingeschaltete Rechtsanwalt Erfolg mit seinen Bemühungen. Frau Bürgermeisterin Dr. Klose Violette teilte doch tatsächlich mit, dass man einer Fehleinschätzung erlegen sei. Man drückt sogar sein Bedauern aus und teilt die Rücküberweisung des per Kontopfändung eingezogenen Betrages von 15,80 € mit.
Wer jetzt aber glaubt, Frau Bürgermeisterin würde ihre Lehren aus ihrem Fiasko ziehen, sieht sich getäuscht. Man nimmt einen neuen Anlauf und teilt mit, dass die Flurgänge 2010 unter "Wahrung der formellen und materiellen Vorgaben" trotzdem vollzogen werden.
Anm. RM: Mit gesundem Menschenverstand hat das meiner Meinung nach nicht mehr viel zu tun, was diese hochbezahlten Spezialisten der VG Uffenheim hier wieder veranstalten. Bereits im letzten Jahr hat sich Bürgermeister Schöck eine blutige Nase geholt, als er Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen Friedrich Weiß versuchte, um ein Exempel zu statuieren. Als sich Friedrich Weiß jedoch nicht einschüchtern ließ, zog BM Schöck seine Maßnahme aus "Rechtsgutmütigkeit" zurück. Herr Schöck hatte die Super- Möglichkeit, die Rechtmäßigkeit der von ihm angeordneten Flurgänge gerichtlich überprüfen zu lassen. Offenbar fürchtete man eine Niederlage und zog deshalb die Maßnahme zurück. Hier sollte auch einmal die Rolle des 2. Bürgermeisters Ewald Geißendörfer kritisch beleuchtet werden. Herr Geißendörfer sollte bitte daran denken, dass er nicht nur die Interessen seiner Siebenerkollegen zu vertreten hat, sondern auch die Interessen von normal sterblich Landwirten.
Auch in Obernzenn scheiterte BM Helmut Weiß kläglich, als er einen Landwirt anzeigte. Bürgermeister Weiß hatte danach noch getönt, man werde gegen den Landwirt Schadensersatz geltend machen. Diese Aussage war jedoch offensichtlich nur heiße Luft, bis zum heutigen Tag hat der Landwirt nicht einmal eine Rechnung erhalten.
Wir Landwirte im Landkreis NEA sind eben nicht die Deppen der Nation, die selber nicht in der Lage sind, ihre Grenzsteine zu erhalten. Wir sind mindestens genauso kompetent wie die selbsternannten angeblichen Wahrer des Grenzfriedens. Wir sind auch nicht dämlicher als Landwirte in Oberbayern oder Baden Württemberg!
Alle Landwirte der VG Uffenheim, die im letzten Jahr 2009 eine Rechnung über das aufdecken von Grenzsteinen erhalten haben, sollten sich umgehend das Geld zurückholen!