Gallmersgarten, Landkreis NEA, Rechnung über 2,25 €
Fast auf jeder Gebietsversammlung der Siebenervereinigungen preisen die Redner das unbürokratische und Frieden sichernde Wirken der Feldgeschworenen an.
Ein neuerliches Beispiel bezüglich Bürokratie ergab sich in der Gemeinde Gallmersgarten. Dort verschickte man eine Rechnung über 2,25 € für das aufdecken eines mit Gras überwachsenen Grenzsteines. Ein Siebener hatte laut Rechnung dazu doch tatsächlich 15 Minuten Arbeitszeit benötigt. Bei einem Stundensatz von 9 € ergibt das diese 2,25 €.
Der Landwirt verweigert die Zahlung und hat Widerspruch eingelegt. Laut VG-Urteil hat auch die jeweils angrenzende Gemeinde für die Erkennbarkeit der Steine zu sorgen. Es ist zwingend erforderlich, dass die Gemeinde Flurgang und Mängelbehebung beantragt, der Beantragende hat dann auch die Kosten zu tragen.
Die Kosten des Verwaltungsvorganges inklusive Widerspruchsbearbeitung werden ein vielfaches des eingeforderten Betrages ausmachen.
Nach meiner Meinung ist auch dies wieder ein Beispiel dafür, dass Siebener überflüssige Bürokratievorgänge auslösen.
Als Besonderheit wird in der Gemeinde Gallmersgarten verlangt, dass sämtliche Grenzsteine in den Gemarkungen aufgedeckt sein müssen. Die Siebener begehen jedoch nur einen Teil der Flur. Landwirte mit guten Kontakten haben in der Regel einen Informationsvorsprung, sie wissen bereits zuvor, in welchem Teil der Gemarkung der Flurgang stattfindet.
Edmund Stoiber hat noch viel zu tun, mit seinem Bürokratieabbau.