"Wir wissen es schon lange..."
Bürgermeister Wolf schreibt in einem Brief an Werner Ernst unter anderem doch tatsächlich: " Falls Du es noch nicht gemerkt hast: Wir wissen es schon lange, dass Gebühren für das lüften der Grenzsteine nicht zu erheben sind."
Anscheinend ist Herrn Bürgermeister Wolf die Höflichkeit abhanden gekommen. Sein Schreiben an Werner Ernst beginnt ohne die übliche höfliche Anrede mit:
"Werner,
deine Antwort auf mein Schreiben vom 25.5.09 durch einen Leserbrief in der Kitzinger Zeitung vom 30.05.09 werde ich nicht durch einen weiteren Leserbrief beantworten,.........usw."
Das Schreiben endet ohne die üblichen Grüße.
Mittlerweile habe ich (R.Müller) den Eindruck, dass in vielen Punkten aneinander vorbeigeredet wird. Ich, bzw. wir haben den Eindruck, dass uns vieles in bösartiger Absicht unterstellt wird. Obwohl schon wiederholt dargestellt, führe ich unsere wesentlichsten Argumente nochmals an.
1. Niemand will die Siebener abschaffen.
2. Niemand hat etwas gegen das setzen von Grenzsteinen durch die Siebener, wenn der geheime Beleg vorhanden ist, oder das Vermessungsamt die Grenzpunkte vorgibt.
2. Überackerungen sind selbstverständlich nicht zu dulden. Genauso, wie sich jeder Landwirt gegen Überackerungen durch seinen Grundstücksnachbarn wehrt, hat auch die Gemeinde das Recht und sogar die Pflicht, gegen Überackerungen bei Banketten, Wegen und sonstigem Gemeindeland einzuschreiten. Wenn man allerdings erlebt, dass in manchen Orten trotz regelmäßigem Flurgang laufend überackert wird, muss man schon fragen dürfen, ob es da in der Vergangenheit an konsequentem Vorgehen durch die Siebener gefehlt hat.
3. Ich verlange zusammen mit meinen Mitstreitern lediglich, dass das Bayerische Abmarkungsgesetz eingehalten wird. Wir halten es für einen Skandal, wenn das Landratsamt Kitzingen das Schreiben des Bayerischen Finanzministeriums von 2006 einfach nicht umsetzt. Unserer Meinung nach hätte das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde längst ein rechtskonformes Vorgehen der Gemeinden bei Flurgängen und Grenzstein lüften durchsetzen müssen. Genauso kritisieren wir, wenn Herr BGM Wolf in Kenntnis der Unrechtmäßigkeit bis vor einiger Zeit weiterhin kostenpflichtige Flurgänge durchführen ließ.
4. Wir halten die jetzige Art der Durchführung von Flurgängen in Mainbernheim - und auch in Willanzheim - für durchaus akzeptabel, lediglich die Höhe der verlangten Gebühren sind unserer Meinung nach unverhältnismäßig hoch. (In Mainbernheim werden lediglich die Grenzen am Gemeindeland kontrolliert, die meisten Landwirte decken die Steine nicht mehr auf). Wildwestmanieren wie meterweises umpflügen von Gemeindeland sind nicht zu dulden.