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Dieser Blog soll interessierte Landwirte, Siebener und Kommunalpolitiker über die rechtlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Siebener aufklären. Kritik, Wünsche und Anregungen per Email an MuellerR11@aol.com. Tel. 09841/64946 Achtung, ab sofort auch politischer Blog: www.windsa.net

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Leserbrief an die Mainpost

Leserbrief an die Mainpost

Siebenertag in Iphofen:

Wenn nur in Ortschaften mit Flurgängen der Siebener Grenzfrieden herrschen würde, müsste sich der größte Teil Bayerns und Deutschlands im Grenzkrieg befinden. Es geht eben durchaus auch ohne diese andernorts belächelte fränkische Unsitte. Die bisherige Vorgehensweise nach der Devise „ das haben wir schon immer so gemacht“, ist nicht länger zumutbar!

Es stimmt eben nicht, dass das VG- Urteil gegen die Stadt Bad Windsheim nur deswegen zustande kam, weil der Flurgang nicht formell beantragt wurde. Wesentlich wichtigere Aspekte des Urteiles wurden der Versammlung offensichtlich vorenthalten.

Sehr bemerkenswert ist, dass Frau Landrätin Bischof es für notwendig hielt, die anwesenden 500 Ehrenmänner doch tatsächlich daran zu erinnern zu müssen, dass man das Siebeneramt mit Augenmaß und gerecht gegenüber jedermann auszuüben habe.

Feldgeschworene verursachen den Landwirten und den Gemeinden enorme Kosten, es ist unverständlich, dass die Gemeinden unbedingt darauf erpicht sind, diese überflüssigen Kosten aus Steuermitteln zu bestreiten.

Es ist wohl jedem klar, dass die Nutznießer eines bestimmten Systems natürlich alles unternehmen, damit ihre Privilegien erhalten bleiben. Wo sonst gibt es das, dass man durch siebenerinterne Wahl und Vereidigung automatisch zum von allen Politikern lebenslangen hofierten Friedensstifter, Sachverständigen, Ortskundigen und Ehrenmann wird? Sehr viele Siebener haben vom Abmarkungsgesetz und sonstigen Vorschriften keine Ahnung, wieso wird hier kein Sachkundenachweis verlangt? Kein ehrenamtlicher Kommunalpolitiker im gesamten Landkreis KT wird auch nur annähernd auf den gleichen Stundensatz kommen, wie die sehr gut bezahlten Feldgeschworenen. Dieser Siebenerkult ist nach unserer Meinung auf Dauer unerträglich und sollte einer sachlich nüchternen Betrachtungsweise weichen.

In Willanzheim scheinen Traditionalisten ins finsterste Mittelalter zurückgekehrt zu sein. Dort hat man jetzt eine Art Wegezoll wieder eingeführt und will für nicht genutztes, aber versehentlich bearbeitetes Gemeindeland 1 €/qm eintreiben.

Niemand will die Siebener abschaffen, es sollte lediglich eine Modernisierung dieses antiquierten Vorgehens erfolgen, Flurgänge sind im Zeitalter von GPS und Internet überflüssig.

 

Die Zukunft wird es zeigen: Wer nicht mit der Zeit geht, ......geht mit der Zeit!

Werner Ernst, Mainbernheim

Friedrich Weiß, Uffenheim

Richard Müller, Bad Windsheim

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