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Dieser Blog soll interessierte Landwirte, Siebener und Kommunalpolitiker über die rechtlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Siebener aufklären. Kritik, Wünsche und Anregungen per Email an MuellerR11@aol.com. Tel. 09841/64946 Achtung, ab sofort auch politischer Blog: www.windsa.net

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Nicht die Frösche fragen?

Die Stadt Uffenheim will wieder Flurgänge anordnen!

Ein sehr prominenter CSU- Politiker sagte sinngemäß, " wenn man einen Teich trocken legen will, darf man nicht die Frösche fragen". Damit meinte er, dass man nicht die Nutznießer eines Systems fragen dürfe, wenn man dieses System verändern oder abschaffen wolle. Ein typisches Beispiel war die Abschaffung des Bayerischen Senates, auch hier hatten sich die privilegierten Senatoren bis zuletzt mit Händen und Füßen gegen die Abschaffung des Senates gewehrt.


Genau nach dem selben Strickmuster läuft dies jetzt auch in Uffenheim in Bezug auf die privilegierten Siebener wieder ab. Auch hier fragt man die Siebenerobmänner selber, ob sie Flurgänge für wichtig halten würden. Selbstverständlich sind Flurgänge nach Meinung der Herren Siebenerobmänner unverzichtbar, manche vertreten sogar die Meinung, der Fortbestand des Abendlandes und unsere freiheitliche Rechtsordnung seien gefährdet. Für das Verhalten der privilegierten Siebener selber muss man schon Verständnis haben. Wo gibt es in Deutschland und Europa eine vergleichbare Situation, wo man nur durch Erbfolge und Vereidigung, und ohne die geringste Qualifikation zum absoluten Friedensstifter, Grenzsteinexperten und manchmal sogar zum Stellvertreter Gottes auf Erden wird, der durch Politiker aller Richtungen bei jeder Gelegenheit hofiert und gehätschelt wird.

 

Herr Schöck sollte endlich auch einmal alle Grundstücksbesitzer gleich behandeln. Es kann nicht angehen, dass die Grenzsteine von Bahn, Staats- und Kreisstrassen und von Gemeindegrundstücken nicht kontrolliert werden. Der ganze Spuk wäre wohl sehr schnell vorbei, wenn der Herr Landrat für alle Grenzsteine des Landkreises NEA bezahlen müsste. Es steht auch nirgends im Abmarkungsgesetz, dass private Grundstücke von Bürgermeistern und Stadträten willkürlich außen vor bleiben können.

 

Meine (RM) Meinung: Man muss Herrn Bürgermeister Schöck und seine Amtskollegen einmal deutlich fragen, wieso sie diese kostenträchtige mittelalterliche fränkische Unsitte der Flurgänge um fast jeden Preis den Landwirten weiterhin mit Gewalt aufzwingen wollen? Wieso gehen die Herren Bürgermeister nicht einfach her, und lassen die aktiven Landwirte diese Grenzkontrollen selber beantragen? Ich halte es für einen Skandal erster Güte, dass das Landratsamt NEA diesen rechtsunwirksamen "stillen Einverständniserklärungen" der Stadt Uffenheim von 2009 tatenlos zusieht. Sehr viele Landwirte haben dieses oft willkürliche und schikanöse Vorgehen satt. Wir Landwirte in Franken wollen keine Bürger zweiter Klasse sein, wir sind mindestens genauso wie Landwirte in anderen Gebieten Bayerns in der Lage, unsere Grenzsteine selber zu erhalten. Dieser Siebenerkult sollte schleunigst beendet werden. Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages wird sich demnächst mit dem Thema beschäftigen.

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