Dieser Blog soll interessierte Landwirte, Siebener und Kommunalpolitiker über die rechtlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Siebener aufklären. Kritik, Wünsche und Anregungen per Email an MuellerR11@aol.com. Tel. 09841/64946 Achtung, ab sofort auch politischer Blog: www.windsa.net
Unwahrheiten über Vermessungsgebühren.
Letzte Woche konnte man in der FLZ wieder lesen, wie wichtig, unverzichtbar und kostensparend doch die Siebener sind. Der Ipsheimer Kämmerer Wolfgang Dornauer behauptete gegenüber der FLZ, dass das vermessen eines einzigen Grenzsteines bis zu 1000 € kosten könnte. Der Sugenheimer Bürgermeister Klein machte es etwas billiger, laut seiner Version kostet das vermessen eines Grenzpunktes nur bis zu 700 €. Als Klein diese Unwahrheit vorgehalten wurde, berief er sich wiederum auf Dornauer, bei dem ja ein einziger Stein stolze 1000 € kosten würde. Bei BM Klein muss man allerdings schon etwas Verständnis haben, weil anlässlich der anberaumten Vereidigung nur einer der zwei auserkorenen Kandidaten erschienen war. Offensichtlich war der Herr Bürgermeister deswegen etwas gefrustet.
Laut Auskunft des Vermessungsamtes kostet ein einzelner Stein niemals 700 oder 1000 €. Vielmehr könne man um ca 1000 € bis zu 11 Grenzpunkte einmessen. Unser Herr Landrat inklusive seiner Rechtsaufsicht und auch Herr Kleffel vom Vermessungsamt lesen sicherlich auch die FLZ, halten es aber nicht für nötig, hier eine Richtigstellung vorzunehmen. Man lässt diese eindeutigen Unwahrheiten bewusst im Raum stehen, um weiterhin die angebliche Berechtigung und Wichtigkeit der Siebener behaupten zu können.
Wenn es wirklich Spitz auf Knopf geht und ein sehr wichtiger Grenzpunkt wie z. B. bei einem Hausbau zur Disposition steht, würde ich jedem raten, sich niemals auf die Siebener zu verlassen. Wenn absolute Sicherheit gefragt ist, kann nur das Vermessungsamt der Ansprechpartner sein.