Dieser Blog soll interessierte Landwirte, Siebener und Kommunalpolitiker über die rechtlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Siebener aufklären. Kritik, Wünsche und Anregungen per Email an MuellerR11@aol.com. Tel. 09841/64946 Achtung, ab sofort auch politischer Blog: www.windsa.net
Exempel bei Siebenergebühren soll statuiert werden.
Mit Digitalkamera und Protokollbuch werden die Siebener in Zukunft wohl auf die Jagd nach nicht aufgedeckten Grenzsteinen gehen. Nachdem das Landratsamt NEA kürzlich verkündet hatte, dass Kosten für das aufdecken von Grenzsteinen nur noch verlangt werden könnten, wenn eindeutig nachgewiesen werden könne, dass der angrenzende Landwirt schuldhaft den Grenzstein zugedeckt hatte. Dies muss dann in jedem Einzelfall nachgewiesen werden. Die Siebener werden dann immer mindestens eine Digi-Cam zwecks Beweissicherung dabei haben. Hierzu muss dann sicherlich eine fotografische und auch eventuell eine kriminalistische Ausbildung in Betracht gezogen werden.
Landrat Schneider ist stocksauer, dass er trotz mehrerer Wallfahrten zur Staatsregierung nach München zusammen mit MdL Herold und einigen Siebenerfürsten keinen Erfolg erzielen konnte. Alle Versuche, dieses mittelalterliche fränkische Getue der kostenpflichtigen Flurgänge weiterhin durchzusetzen, scheiterten kläglichst. Man hofft jetzt darauf, mehrere Exempel statuieren zu können. Dazu sollen die Siebener eindeutige Beweise sichern. Sollte dann ein Landwirt nicht bezahlen, will man ihn vors Gericht zerren, um ein Exempel zu statuieren.
Landrat Schneider ist ja bekanntlich selber auch Landwirt gewesen und besitzt weiterhin Grundstücke in der Gemeinde Weigenheim. Wie man das dann allerdings bei den Grenzsteinen von Herrn Schneider handhaben will, wenn dummerweise ein Erdbrocken auf dem Stein liegt, ist noch nicht geklärt.
Es wird auch sehr interessant sein, wie sich Deutsche Bahn und das Straßenbauamt Ansbach verhalten, wenn ihnen Herr Schneider Rechnungen für das aufdecken ihrer Grenzsteine schickt. Man wird in Berlin wohl erst einmal rückfragen, was denn Feldgeschworene eigentlich sind und dann wird man dem Herrn Landrat wohl nur noch was husten.