Bürgermeister Wolf spricht seinem Mitbürger Werner Ernst offensichtlich das Recht auf freie Meinungsäußerung ab. Herr Wolf stört sich insbesondere daran, dass die Flurgänge als " fränkische Unsitte" bezeichnet wurden. Diese Wortschöpfung der "fränkischen Unsitte" ist in München geprägt worden, als Werner Ernst dieses Problem mit Experten diskutierte.
Werner Ernst (BBV-Ortsobmann) hat zusammen mit mir (R.Müller) und Friedrich Weiß wiederholt lediglich die Praxis der Flurgänge kritisiert. Das setzen von Grenzsteinen in Zusammenarbeit mit dem Vermessungsamt und die Grenzgänge an der Gemarkungsgrenze wurde durch uns niemals beanstandet. Wir haben auch nichts gegen Traditionspflege, wenn sie nicht auf Kosten der aktiven Landwirte erfolgt.
Siebener verursachen den Landwirten und Gemeinden eben nicht nur Einsparungen, sondern auch erhebliche Kosten. Der weitaus größte Teil aller bayerischen Gemeinden überlebt auch ohne Flurgänge der Siebener.
Es ist unverständlich, wieso Herr Wolf darauf erpicht ist, Geld der Steuerzahler für eine von sehr vielen Landwirten als überholt angesehene Tätigkeit auszugeben. Zusätzlich versucht auch Herr Wolf, - wie viele andere zuvor - , das Grenzstein lüften in einen Topf mit dem Steine setzen zu werfen.
Eine vereinfachte Art des Flurganges, wie in Mainbernheim schon praktiziert, ist kostensparend für die Gemeinde und akzeptabel für die Landwirte. Herr Wolf kann durchaus weiterhin Flurgänge anordnen und durchführen lassen, wenn die Kosten dafür die Gemeinde übernimmt. Eine ganz einfache Möglichkeit wäre auch, Flurgänge nur auf Antrag der aktiven Landwirte durchzuführen. Damit könnte Herr Wolf gleichzeitig die Akzeptanz seiner Vorgehensweise und die seiner Siebener testen.
Offensichtlich versucht Herr Wolf jetzt einen Keil zwischen Landwirte und BBV zu treiben, wenn er Landwirte und BBV-Geschäftsstelle direkt anschreibt.
Wieso muss man eigentlich die ganze Sache dermaßen dramatisieren und hochschaukeln? Es geht letztendlich nur darum, das Bayerische Abmarkungsgesetz einzuhalten. Hier sollte sich Herr BGM Wolf erst intensiv einlesen.
Es ist letztendlich nur eine Frage der Zeit, bis sich unsere (Ernst,Müller, Weiß) Ansicht bezüglich einer korrekten Beachtung des Bayerischen Abmarkungsgesetzes durchsetzt. Daran können auch Herr Wolf und andere nichts ändern.