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Dieser Blog soll interessierte Landwirte, Siebener und Kommunalpolitiker über die rechtlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Siebener aufklären. Kritik, Wünsche und Anregungen per Email an MuellerR11@aol.com. Tel. 09841/64946 Achtung, ab sofort auch politischer Blog: www.windsa.net

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Scheinwelt im Landratsamt NEA? (3)

Unregelmäßigkeiten um Schloß Frankenberg, Erklärungsnöte des Landrates:
Walter Schneider war 24 Jahre Bürgermeister der Gemeinde Weigenheim, damit war er auch für mehrere hundert Hektar des Gemeindeteils Schloß Frankenberg zuständig. Laut Abmarkungsgesetz bestimmt der Bürgermeister darüber, ob Flurgänge abgehalten werden, oder nicht. In der Gemeinde Weigenheim wurden regelmäßig Flurgänge angeordnet, trotzdem fehlen im Gemeindeteil Schloß Frankenberg massenhaft Grenzsteine. Sogar unmittelbar neben der Kreisstraße sind keine Grenzsteine vorhanden, obwohl auch der Landkreis NEA regelmäßig Flurgänge zusammen mit den Gemeinden beantragt. 

Wie kann so etwas passieren? Fromme Bibelsprüche, wenn man in Erklärungsnot ist?

Es stellte sich tatsächlich heraus, dass man die Flächen des Gemeindeteils Schloß Frankenberg einfach außen vor gelassen hatte, obwohl auch da Gemeinde und Landkreis angrenzen. Auch unmittelbar neben der Kreisstraße hatte man die Grenzsteine einfach nicht kontrolliert. Landrat Schneiders Erklärung hierzu: Es sei ja schließlich sinnlos, nach Grenzsteinen zu suchen, die schon beim letzten Flurgang gefehlt hätten!

Auf diese Unregelmäßigkeiten seiner so hochgelobten Siebener angesprochen, erklärte uns Landrat Schneider: "Wer ohne Schuld sei, werfe den ersten Stein,......und ....wo Menschen sind, da menschelts halt."


"Menscheln"
wird offensichtlich nur zugelassen, wenns um Siebener geht. Bei normal sterblichen  Landwirten greift man auch bei Minibeträgen knallhart und gnadenlos durch, siehe Kontopfändung in Ippesheim, wegen 9,80 €. Es stört sich auch weiterhin niemand daran, wenn Grenzsteine von Siebenern ohne den dazu erforderlichen geheimen Beleg gesetzt werden.

Anmerkung RM: Mich erinnern diese Vorkommnisse an einen anderen Skandal, mit allerdings wesentlich größeren Dimensionen, der zur Zeit durch die Medien geht. Auch dort wurde mit allen Mitteln die Fassade über Jahrzehnte aufrecht erhalten, sehr vieles vertuscht, und jetzt bröckelt diese Fassade gewaltig, nachdem fast jeden Tag neue Verstöße bekannt werden. Genau nach diesem Strickmuster läuft es auch hier beim Siebenerwesen ab. Ich (RM) gehe davon aus, dass diese ganze Fassade wie ein Kartenhaus in sich zusammen stürzen würde, wenn alle Unregelmäßigkeiten, Schikane und Rechtsverstöße bekannt werden würden.

Nächster Artikel: Scheinwelt im Landratsamt (4)
Landrat Schneider und das Abmarkungsgesetz, Scheinheiligkeit pur?


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