Saturday, 26. november 2011
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Obmänner diskutieren weitere Vorgehensweise.
Man solle in Zukunft wieder Flurgänge in den Gemarkungen der Stadt Bad Windsheim machen und dabei aber maßvoll und flexibel vorgehen, wurde den Bad
Windsheimer Siebenerobmännern bei einer Zusammenkunft gesagt. Auf Nachfrage, was das denn heißen solle und was man machen solle, wenn Landwirte ihre Grenzsteine nicht aufgedeckt hätten, wurde
verkündet, dass die Siebener die Grenzsteine dieser Verweigerer eben nicht aufdecken sollten, dies sollten diese Landwirte dann eben selber tun.
Diese empfohlene Vorgehensweise wird von mehreren Siebenereien nicht akzeptiert. Man wird diese "flexible" Vorgehensweise nicht akzeptieren, ...
entweder die Gemeinde sorgt dafür, dass alle Landwirte bezahlen müssen, oder man wird komplett vom Siebeneramt zurück treten.
Auch der stellvertretende Landrat und Bürgermeister von Obernzenn, Helmut Weiß, ist für Flurgänge mit Augenmaß. Dies sieht dann so aus, dass keine
Rechnungen mehr verschickt werden, die Landwirte werden jedoch nochmals auf nicht sichtbare Steine aufmerksam gemacht.
Anmerkung: Es wäre schon sehr schade, wenn sich unsere preisgünstigen Grenzsteinsetzer selber in den vorzeitigen Ruhestand versetzen
würden. Abgesehen von den rechtlichen Problemen, - Siebener sind auf Lebenszeit gewählt und sind gegenüber dem Bürgermeister weisungsgebunden -, würden dann auf die Landwirte höhere Kosten
zukommen, wenn versehentlich herausgeackerte Grenzsteine vom Vermessungsamt wieder eingesetzt werden müssten. Am besten wäre also wohl eine Lösung ohne Flurgänge und die Siebener würden im
Bedarfsfalle auf Antrag weiterhin kostengünstig Steine setzen, wie dies im weitaus größten Teil Bayerns schon sehr lange üblich ist.
Selbstverständlich hat niemand etwas dagegen, wenn Landwirte die bisherige mittelalterliche Vorgehensweise akzeptieren und kostenpflichtige Flurgänge
beantragen. Leider sieht es da aber mit der Akzeptanz böse aus. Wie Befragungen der Stadt Bad Windsheim in den Ortsteilen Erkenbrechtshofen und Berolzheim gezeigt haben, will (fast) niemand mehr
dieses altertümliche Getue. Nicht einmal die Siebener selber haben diese kostenpflichtigen Flurgänge beantragt.
In Berolzheim gab es ja nur einen einzigen Grundstücksbesitzer, der kostenpflichtige Flurgänge haben will. Hier stellte sich jetzt aktuell heraus, dass
dieser Einzige ein Ausmärker und Siebenerobmann aus einem benachbarten Ortsteil war. Dieser war dann hocherstaunt, dass von den Berolzheimer sieben Siebenern nicht ein einziger diese Flurgänge
beantragt hatte, vielleicht war man ja intellektuell auch nicht in der Lage, die Fragestellung zu verstehen.